Frühzeitig an die Nachfolge denken

blueblog-Redaktion blue:solution Einen Kommentar schreiben

Viele Handwerksunternehmen sind bereits einige Jahrzehnte erfolgreich am Markt positioniert. Der Kundenstamm und der Mitarbeiterstab sind stabil, die Auftragsbücher gefüllt, der Chef ist fest im Sattel. Schnell verlieren Unternehmensinhaber den Blick für die Zeit „danach“. Denn auch Firmenchefs können nicht ewig arbeiten. Es ist ein schwieriges Thema, jedoch ein Thema, mit dem sich Unternehmer frühzeitig auseinandersetzen sollten. Denn eine Unternehmensnachfolge ist nicht von heute auf morgen realisiert. Weil eine Vielzahl an rechtlichen und organisatorischen Dingen bedacht werden müssen, sollten mindestens fünf Jahre eingeplant werden.

Wer soll Nachfolger sein?

Schon zu Beginn sollte klar sein, wann und an wen das Unternehmen übergeben werden sollte. Steht die nächste Generation in der Familie schon bereit oder soll ein Mitarbeiter das Firmenruder in die Hand nehmen? Oder muss ein Handwerksbetrieb auf einen externen Nachfolger setzen? Aber wo finden sich solche Unternehmen? Die kostenfreie und anonyme nexxt-change-Unternehmensbörse kann zu einer regionalen oder bundesweiten Suche eingesetzt werden. Hier haben sich eben auch übergabewillige Unternehmen registriert – das ist interessant für Existenzgründer. Dann sollte geklärt werden, welche Ansprüche Familienmitglieder an das Unternehmen haben könnten, um sich auf finanzielle Forderungen, aber auch emotionale Überraschungen vorzubereiten. Unternehmer sollten eine Antwort auf die Fragen haben, wer sie während des gesamten Prozesses in steuerlichen sowie rechtlichen Fragen begleiten kann und was auf ihn nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen wartet, um nicht in ein tiefes Loch zu fallen.

Softwarebasierte Büroarbeit liefert sauberen Überblick für Nachfolger

Wer in seiner Büroarbeit schon frühzeitig auf eine zuverlässige Software setzt, kann bei der Übergabe eine aufgeräumte und digitalisierte Buchführung übergeben. Kunden-, Mitarbeiterstamm sowie Projekte sind übersichtlich angelegt und es wird keine undurchsichtige Zettelwirtschaft mit viel Klärungsbedarf weitergereicht – damit haben’s Unternehmer nicht nur in ihrem Alltag leichter, sondern machen‘s dem Nachfolger durchsichtiger. Für Existenzgründer, die ein kleineres Unternehmen übernehmen, gibt es auch kleine Softwarelösungen und tolle Rabatte.

Der „Neue“ macht’s eventuell ganz anders

Unternehmen sollten einen Fahrplan mit entsprechenden Arbeiten entwickeln, die zu bestimmten Zeitpunkten erledigt werden müssen. Dieser Fahrplan kann unter Umständen auch mit einem potenziellen Nachfolger besprochen werden, damit er ein Gefühl dafür bekommt, an welchen Punkt der Übergabeprozess angelangt ist – das gibt Planungssicherheit. Vielleicht ist der potenzielle Nachfolger ja bereits Teil des Unternehmens und lernt somit die Prozesse frühzeitig kennen. Tipp: Unternehmer sollten berücksichtigen, dass der „Neue“ auch alles anders machen kann und eventuell wird. Damit sollten sich Chefs frühzeitig auseinandersetzen, damit sie von diesen Ideen nicht emotional überrannt werden. Familienangehörige, Mitarbeiter und später auch noch die Kunden sollten mit ins Boot genommen werden.

Checklisten und Unterlagen im Internet

Weil eine Nachfolgeregelung heute häufiger vorkommt, haben sich die örtlichen Industrie- und Handelskammern auf solche Prozesse spezialisiert und begleiten Unternehmen beratend in diesen Zeiten. Von der Sparkasse Köln Bonn gibt es eine umfangreiche Checkliste zur Unternehmensübergabe, die einen tollen Überblick darüber gibt, welche Punkte in einem solchen Prozess berücksichtig werden müssen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellt zahlreiche Dokumente zur Verfügung die für die Unternehmensnachfolge wichtig sein können. Darunter auch viele Checklisten.

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